Kleine Geschichte der Kreditkarte

Die Kreditkarte ist noch relativ jung, vergleicht man sie mit dem Sparbuch oder einem ganz normalen Konto. Auf die Idee kam ein Autor, der für einen Science-Fiction-Roman eine Pappkarte mit Zahlfunktion ersann. Das war 1878. Real wurden die Karten 1924. Die General Petrolium Corporation und die Western Union brachten Kundenkarten auf den Markt. Als erstes, großes Kreditkartenunternehmen startete Diners Club. Die Karte ist auch heute noch gebräuchlich, wenn auch hauptsächlich in den USA. Geboren wurde sie aus der Not heraus, da Frank McNamara das Essen für seine Geschäftsfreunde in einem Steakhaus nicht bezahlen konnte. Schon weniger später waren knapp 27 Lokale angeschlossen und nutzten 200 Kunden die Diners Club Kreditkarte.

MasterCard folgte 1951 und verbuchte sehr schnell große Erfolge. War sie anfangs nur in New York bekannt, hatte in den folgenden Jahren nahezu jede amerikanische Bank eine Lizenz, um den Kunden die MasterCard anbieten zu können. American Express und die Bank of America sprangen 1958 auf den Zug auf. Es entstand die typisch grüne American Express, auch als Amex bekannt. Das Konkurrenzprodukt der Bank of America firmiert seit 1977 unter dem weltweit bekannten Label VISA. Auf dem europäischen Markt war es die Eurocard, die den 1968 den Anfang machte. Sie verschmolz später mit der MasterCard, um international agieren zu können.

So hat sich die Kreditkarte ganz langsam ihren Weg nach oben gebahnt. Im deutschsprachigen Raum ist sie zwar noch nicht ganz so stark verbreitet wie beispielsweise in den USA. Doch der Trend eindeutig zeigt eindeutig nach oben. Vor allem die Anbieter, die eine kostenlose Kreditkarte im Programm haben und zusätzliche Leistungen bieten, verbuchen deutliche Kundengewinne.